Urwal-Skelett - Metalldetektoren

Hobbyforscher finden Urwal-Skelett: "Wie ein Sechser im Lotto" 07. Oktober 2016 um 11:58 Uhr http://ais.wetter.de/masters/808303/1600x900/hobbyforscher-finden-urwal-skelett-wie-ein-sechser-im-lotto.jpgSensationsfund: Hobby-Paläontologen haben in einer Kiesgrube bei Hamburg ein rund elf Millionen Jahre altes Walskelett entdeckt. © dpa, Philipp Schulze, phs culMehr als zehn Millionen Jahre altes Walskelett freigelegt Hobby-Paläontologen haben in einer Kiesgrube bei Hamburg ein rund elf Millionen Jahre altes Walskelett entdeckt. Auch ein Beckenknochen des Tieres wurde gefunden. "In Mitteleuropa ist so ein Fund gar nicht bekannt", sagte Wirbeltier-Paläontologe Oliver Hampe vom Berliner Museum für Naturkunde bei der Vorstellung des Fundes. "Das ist schon fantastisch." Er sprach von einer "bedeutenden Entdeckung". Ein relativ vollständiges Skelett ist ein sensationeller Fund für die Wissenschaft Der Hobby-Paläontologe Wolfgang Höpfner und seine Mitstreiter hatten die ersten Knochen dieses Ur-Bartenwals im August entdeckt - mitten in einer Kiesgrube in Groß Pampau östlich von Hamburg. Vor etwa elf Millionen Jahren war das Tier in der Ur-Nordsee, auch Miozänmeer genannt, verendet. "Für einen Walgräber ist das fast wie ein Sechser im Lotto", sagt der Norddeutsche stolz. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Gerhard und weiteren Hobby-Paläontologen sucht er in der Kiesgrube bereits seit 1984 nach fossilen Überresten. Nach dem Fund einer Ur-Robbe im Sommer ist dies bereits die zweite Entdeckung des Teams in diesem Jahr. Doch dieser Fund ist noch spektakulärer. Denn die Walgräber aus Norddeutschland haben im Verband des Skeletts auch einen Beckenknochen des Tiers gefunden, was selten ist. "Das Sensationelle an diesem Fund ist, dass wir ein relativ vollständiges Skelett haben.", so der Wirbeltier-Paläontologe Oliver Hampe vom Berliner Museum für Naturkunde. Der Beckenknochen wird Hampe zufolge meist nicht mehr gefunden, "da er sich isoliert im Gewebe des Wals befindet und oftmals beim Verwesungsprozess der Tiere verdriftet". Kiesgrube in Groß Pampau ist eine geologische Besonderheit http://ais.wetter.de/masters/808310/1600x900/hobbyforscher-finden-urwal-skelett-wie-ein-sechser-im-lotto.jpgWolfgang Höpfner, Hobby-Paläontologe und Mitarbeiter eines Grabungsteams, kniet neben Teilen des fossilen Walskeletts. © dpa, Philipp Schulze, phs culBereits seit mehr als 30 Jahren graben die engagierten Hobbyforscher in der Kiesgrube nach Fossilien. Die Liste ihrer Funde ist lang. Elf Skelette von Walen und Haien haben sie bereits gefunden. Vor rund elf Millionen Jahren bedeckte die Nordsee noch weite Teile Norddeutschlands. Eine geologische Besonderheit macht die Kiesgrube für die Forscher so interessant. Dort liegt der ehemalige Meeresboden nicht wie andernorts etwa in rund 150 Metern Tiefe, sondern nur wenige Meter unter der Erdoberfläche. "Es gibt in dieser Form in Nordwesteuropa nichts Vergleichbares", sagt Wissenschaftler Hampe, der die Funde aus Groß Pampau wissenschaftlich betreut. Die Tonschicht, in die die Tiere nach ihrem Tod vor Millionen Jahren eingesunken sind, liegt über einem Salzstock. "Das Salz drückt das Gestein langsam nach oben", sagt Hampe. Durch den Kiesabbau vor Ort gelangen sie schließlich ans Tageslicht. Ein Ende sei dabei so lange nicht in Sicht, so lange der Abbau weitergehe, sagte der Wissenschaftler: "Wir erwarten in Groß Pampau noch einiges an Funden." Die neuen Funde kommen in das Lübecker Museum für Natur- und Umwelt. Dort sind bereits andere Fossilien aus der Kiesgrube in Groß Pampau zu sehen. (Quelle: www.wetter.de)

Interessant,danke für den Bericht :thumbup:

Dieser Fund ist natürlich eine tolle Sache, wenn auch die Aussage "In Mitteleuropa ist so ein Fund gar nicht bekannt" nicht ganz korrekt ist. Anfang der 80er Jahre fanden wir in einer Sandgrube in der Nähe von Antwerpen einen kompletten Bartenwal und die Reste von mehreren anderen, die dem Museum übergeben wurden. Bei weiteren Grabungen in dieser Grube kamen auch etliche Zähne von Carcharodon, einem Riesenhai mit 10-15m Länge zum Vorschein. Ob dies in Zusammenhang mit den Walknochen stand kann spekuliert werden.



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